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Sex in the City

Einmal in der Woche (immer samstags) gehts in die Stadt – besser gesagt in die Vorstadt – zu Else. Else lebt in einem Wohnwagen mit roten Gardinen, roter Beleuchtung und roter Katze. Eine rote Perücke nennt sie auch ihr Eigen. Wir kennen uns seit unserer Kindheit; sind zusammen in Ostpreußen auf’m Land aufgewachsen und dann über das kurische Haff geflüchtet. Die gute Else konnte schon früher nie genug bekommen. Als der Russe hinter uns her war und von Else Sex wollte, war sie die, die noch mehr wollte und nach dem dritten Mal empört rief: “Was, nur drei Mal? Ist das schon alles?”

Für ‘nen Zehner bekomme ich von Else ganz passablen Sex – so auch Samstagnacht. Danach trinken wir noch zwei bis drei Fläschchen Schnaps und im Morgengrauen tuckere ich mit meinem Traktor auf der Autobahn wieder nach Hause. Elschen ist diesmal mitgekommen und geht mir beim Ausmisten ein wenig zur Hand. Letzte Woche fragte sie mich, ob ich sie nicht heiraten wolle und ihr Beschützer werden möchte. “Aber Elschen”, meinte ich daraufhin, “vor wem oder was soll ich dich denn beschützen? Ich bin doch dein einziger Kunde!”

Das Wetter ändert sich oder bleibt wie es ist, wenn Else steht auf dem Mist!

Im rechtsstehenden Bild seht ihr die gute Else in Aktion auf meinem Misthaufen. Ein ansehnliches Persönchen. Robust und immer modisch gekleidet. Mit meinen Schweinen versteht sich Else besonders gut und hat Ahnung vom Wurstmachen. Das schätze ich an ihr. So, jetzt aber erstmal ‘nen Schnaps. Vielleicht gehen wir nachher noch zusammen in den Gottesdienst, denn heute ist große Beichte angesagt. Bin mir aber überhaupt keiner Sünde bewusst, da ich immer darauf achte, ein gottgefälliges Leben zu führen. Naja, vielleicht fällt mir irgendwas ein, damit der Herr Pfarrer zufrieden ist.

<wochenend+sonnenschein>

Über observant2010

Das beobachtende Auge...

4 Antworten zu Sex in the City

  1. das Auge

    Blutwurst und Leberwurst und schwartenmagen und dann eine flasche schnaps
    prost

  2. Wir haben uns nun chic gemacht und gehen gemeinsam in den Mittagsgottesdienst. Haben uns ein Fläschchen Schnaps mitgenommen.

  3. nachtopal

    Hallo bloggender Bauer, vielleicht hat Else ja recht und ihr würdet euch super ergänzen ;-)
    Meine Oma ist auch mit meinem Vater und den Geschwistern übers Haff als der Russe vor der Tür stand, der Opa saß wegen Staatsfeindlichkeit im Knast und kam dann nach der Befreiung nach, lieber Gruß Regina

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